Dienstag, 7. Juni 2022
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Manchmal erinnere ich mich noch, dass es dieses Blog hier gibt. Naja, eigentlich ist es eher so, dass ich bei Oka lese und bei ihr auf mein Blog (das Blog, nicht der!) klicke, um mich zu erinnern, wann und was ich hier zuletzt schrieb.

Inzwischen verbinde ich diese Plattform und die Zeit, in der ich online unterwegs war, hauptsächlich mit einer Lebensphase um die 30, in der ich jung, klug, hübsch und liebenswert war und trotzdem immer wieder sehr lebensmüde. Ich will damit sagen: Ich kann das rational nicht mehr nachvollziehen. In dieser Zeit bin ich Verbindungen mit Männern eingegangen, die ich u.a auch hier kennengelernt habe, was rückblickend nicht die beste Kombination war. Also die Depression und diese Menschen.

Neulich bin ich über alte Mails und Briefe (jaja, ist schon ein paar Tage her) aus dieser Zeit gestoßen und konnte gar nicht glauben, dass ich das geschrieben haben soll. Ich habe mich erniedrigt, um gemocht zu werden. Man kann es kurz zusammenfassen mit viel toxischer Scheiße, auf die ich mich damals eingelassen habe.

Ich erkenne mich darin nicht mehr wieder, und das ist gut so. Manchmal fürchte ich, dass sich meine Kinder auch von Menschen emotional abhängig machen werden, die ihnen nicht gut tun. Ich weiß nicht, ob wir das beeinflussen können, ob man das überhaupt von außen beeinflussen kann, aber sie sollen mit dem Wissen erwachsen werden, dass sie absolut gut und ausreichend sind. Sie sollen ihre Bedürfnisse und Grenzen achten, sich achten. Sich genug sein.

Und da ich gerade wieder in einem sagen wir mal "hormonellen Ausnahmezustand" bin, plus das hier eh niemand liest, darf ich auch solche pathetischen Texte schreiben.

<3-liche Grüße an Frau O.